Vom Dämonenlärm zur Silvesterrakete

Der Jahreswechsel ist seit jeher von einem besonderen Bedürfnis nach Lärm, Licht und klarer Abgrenzung geprägt. Dieses Bedürfnis ist kein modernes Phänomen, sondern lässt sich weit in vorchristliche Zeiten zurückverfolgen. In vielen der überlieferten Quellen erscheint der Jahreswechsel als gefährliche Schwellenzeit, in der das Alte noch nicht vergangen und das Neue noch nicht gesichert ist. Der zugrunde liegende Gedanke ist einfach und zugleich wirkungsmächtig: Lärm vertreibt das Böse. Man ging davon aus, dass Dämonen und finstere Mächte die Stille lieben und durch Getöse in die Flucht geschlagen werden können, insbesondere in den sogenannten Rauhnächten um den Jahreswechsel.

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