Heiko Schnickmann (1983 in Wuppertal) ist ein deutscher Historiker, Germanist, Erwachsenenbildner und Publizist. Er arbeitet schwerpunktmäßig zu Stadt- und Regionalgeschichte, Migration, Erwachsenenbildung sowie zu kultur- und umwelthistorischen Fragestellungen.

Leben
Heiko Schnickmann wurde 1983 in Wuppertal geboren. Er hat eine jüngere Schwester und stammt aus einer Familie, die von gelebtem Alltag und leiser Stärke geprägt ist: Seine Mutter Dorothee war Buchhalterin, sein Vater Wolfgang wuchs als Heimkind auf, war Analphabet und arbeitete als Müllmann.
Er ist verheiratet mit einer Frau aus Kinshasa, Demokratische Republik Kongo, und Vater eines Sohnes.
Wirken
Schnickmann studierte Geschichte, Germanistik und Erziehungswissenschaften an der Bergischen Universität Wuppertal und schloss das Studium mit dem Ersten Staatsexamen ab. Ergänzend absolvierte er ein Weiterbildungsstudium der Umweltwissenschaften an der FernUniversität in Hagen, das er als zertifizierter Umweltmanager abschloss. Seit 2020 studiert er Geschichte Europas im Masterstudiengang an der FernUniversität Hagen.
Seit 2013 ist Schnickmann freiberuflich tätig. Er arbeitet als Dozent in der Erwachsenenbildung, insbesondere im Bereich Deutsch als Zweit- und Berufssprache, und ist in Integrations- und Berufssprachkursen tätig. Darüber hinaus konzipiert und realisiert er Bildungs- und Veranstaltungsformate, darunter Vortragsreihen, Stadtführungen und öffentliche Bildungsangebote.
Neben seiner Lehrtätigkeit ist Schnickmann publizistisch aktiv. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge zur Geschichte Wuppertals und des Bergischen Landes in regionalen Magazinen und Zeitschriften und ist an verschiedenen Buch- und Ausstellungsprojekten beteiligt. Ein inhaltlicher Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Verflechtung lokaler Geschichte mit global- und kolonialgeschichtlichen Zusammenhängen.
Schnickmann engagiert sich in der historisch-politischen Bildungsarbeit und arbeitet in zivilgesellschaftlichen Kontexten, unter anderem im Umfeld von Decolonize Wuppertal. Zudem ist er im Bergischen Geschichtsverein Wuppertal aktiv, unter anderem in organisatorischen und redaktionellen Funktionen.
Er lebt und arbeitet in Wuppertal.
Literatur (Auswahl)
Monographien
- Die Theorie der Monogenese bei Pidgin- und Kreolsprachen, München 2007.
- Der Hund im Hoch- und Spätmittelalter, München 2012.
- Vom sächsischen Hof zur Textilhochburg. Eine Geschichte Wichlinghausens, Remscheid 2015.
- Im Wupperthal vor Wuppertal, Wuppertal 2019.
- Wuppertal. Eine Globalgeschichte, Wuppertal 2023.
- Oberbarmen. Geschichte(n) eines Stadtbezirks, Wuppertal 2025.
Artikel & Essays (Auswahl)
- „Dogs and the Sea“, in: Cook’s Log 3/33, 2010, S. 3–7.
- „Bligh’s Mistake (Pigs in Tahiti)“, in: Cook’s Log 4/35, 2012, S. 24–25.
- „Hunde, Schweine und Pferde – Tiere als Mittel des Interkulturellen im Umfeld der Cook‘schen Reisen“, in: Georg-Forster-Studien XIX, 2014, S. 175–189.
- „Pferde“, in: Hiery, Hermann (Hg.): Lexikon zur Überseegeschichte, Stuttgart 2015, S. 639–640.
- „Maultier“, in: Hiery, Hermann (Hg.): Lexikon zur Überseegeschichte, Stuttgart 2015, S. 526–527.
- „Hafer, Würze und Schweine im Wald“, in: Nordparkecho 4/2015, S. 29–30.
- „Von Ungeheuern und fremden Wesen – Tierbeschreibungen in den Reiseberichten der Frühen Neuzeit“, in: Georg-Forster-Studien XX, 2015, S. 129–143.
- „Das Pferd und die amerikanischen Ureinwohner – romantische Ideen und kulturelle Übersetzung“, in: Frank Jacob (Hg.): Pferde in der Geschichte. Begleiter in der Schlacht, Nutztier, literarische Inspiration, Darmstadt 2016, S. 140–160.
- „Waffe, Ungeheuer und Mythos – Die Pferde der Conquistadoren“, in: Frank Jacob (Hg.): Pferde in der Geschichte. Begleiter in der Schlacht, Nutztier, literarische Inspiration, Darmstadt 2016, S. 161–181.
- „Von Köttern, Jägern und Statussymbolen. Zur sozialen Funktion des Hundes im Mittelalter“, in: Nicole Burzan/Ronald Hitzler (Hgg.): Auf den Hund gekommen. Interdisziplinäre Annäherung an ein Verhältnis, Wiesbaden 2017, S. 47–61.
- „Fließende Grenzen zwischen Rheinland und Westfalen“, in: Westdeutsche Zeitung, General-Anzeiger vom 27. Februar 2017, S. 16.
- „Vereinsgeschichten“, in: Antonia Dinnebier (Hrsg.): Waldparkanlage Nordpark, Wuppertal 2018, S. 6–25.
- „Die Kunst besteht darin, daß der Regent […] sein Volk mit […] Regentenkünsten verschone“ – Wirtschaftspolitik und Mentalität im Bergischen Land des späten 18. Jahrhunderts, in: Georg-Forster-Studien XXII, 2019, S. 71–86.
- „Barmer Straßennamen erzählen Geschichte(n). Von vergangenen Höfen, wilden Tieren und alten Familien“, in: wunderbarmen 1/2020, S. 12–14.
- „Auf der Suche nach dem Harmoniumsviertel“, in: Nordparkecho 2/2022, S. 26–27.
- „Aus den Memoiren von Pfarrer Nell“, in: Nächstebreck 2023.
- „Was verbindet afrikanische Staaten mit Russland?“, in: LoNam 3/18. Jg., S. 20–21.
- „Mit der Schwebebahn ins Freibad?“, in: wunderbarmen 2/2024, S. 4–8.

