Herodot und die Perser

  1. Einleitung

Im Fokus dieses Texts stehen die Auseinandersetzungen zwischen Griechen und Persern bei Herodot. Die Perserkriege als Ereignis zwischen Griechen und Nichtgriechen, die den Kernpunkt seiner Historien bilden, fanden in der Geschichtsforschung immer wieder Resonanzen eines heroischen Verdienstes der Griechen in Bezug auf die Bewahrung der westlichen Kultur, die es vor militärischen Übergriffen maßgeblich asiatischer, teils auch südosteuropäischer Völker unter der Hegemonie persischer Machthaber zu schützen galt. Herodots Erläuterungen zu den Perserkriegen, die für den weiteren Verlauf der griechischen Geschichte von entscheidender Bedeutung waren, sind als ethnographisches, aber auch als kriegerisch-politisches und historisches Traktat dieser Ereignisse und ihrer Folgen zu verstehen.

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Handel, Mission und Straßennamen – Koloniale Spuren im Wuppertal

I. Einleitung: Das Wuppertal und das Andere

Der Soziologe und Politikwissenschaftler Aladin El-Mafaalani beschreibt in seinem Buch Das Integrationsparadox eine mit gelungener Integration von Migranten entstehende Realität. Gerade weil die Integration gelingt, kommt es zu Ablehnungen ihnen gegenüber. Weil die integrierten Migranten Teil der Gesellschaft sind, entstehen auf ihrer Seite Ansprüche gegenüber dem etablierten Teil, was dazu führt, dass bei diesem Ressentiments gegenüber den gut integrierten Migranten entstehen oder ausgebaut werden.1

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