Vom Dämonenlärm zur Silvesterrakete

Der Jahreswechsel ist seit jeher von einem besonderen Bedürfnis nach Lärm, Licht und klarer Abgrenzung geprägt. Dieses Bedürfnis ist kein modernes Phänomen, sondern lässt sich weit in vorchristliche Zeiten zurückverfolgen. In vielen der überlieferten Quellen erscheint der Jahreswechsel als gefährliche Schwellenzeit, in der das Alte noch nicht vergangen und das Neue noch nicht gesichert ist. Der zugrunde liegende Gedanke ist einfach und zugleich wirkungsmächtig: Lärm vertreibt das Böse. Man ging davon aus, dass Dämonen und finstere Mächte die Stille lieben und durch Getöse in die Flucht geschlagen werden können, insbesondere in den sogenannten Rauhnächten um den Jahreswechsel.

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Oberbarmen, Nächstebreck & Wichlinghausen: Geschichte(n) einer Leidenschaft

Manche sehen in Oberbarmen nur die Schlagzeilen über Kriminalität oder soziale Brennpunkte. Ich sehe etwas anderes: Einen faszinierenden Mikrokosmos der Stadt Wuppertal, in dem sehr viel passiert und in dem Menschen wunderbare Dinge bewegen. Mein Name ist Heiko Schnickmann. Ich bin Historiker, Lokalpatriot und lebe schon mein ganzes Leben in Wichlinghausen. In den letzten zehn Jahren habe ich unzählige Essays verfasst, Führungen geleitet und Archivmaterial gesichtet, um die Tiefe unseres Stadtbezirks zu ergründen.

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Eine saubere Sache – Berliner Platz bekommt neue Toilette

Wer regelmäßig durch Oberbarmen spaziert, kennt die kleine Toilettenanlage auf dem Berliner Platz. Viele Jahre stand sie dort unscheinbar an der Ostseite des Berliner Plazes, immer ein wenig übersehen, aber für manche unverzichtbar. Seit dem Frühjahr ist sie geschlossen – wegen defekter Technik. Ab November nun wird sie umfassend saniert. 125.000 Euro investiert die Stadt in die Modernisierung, und das ist gut so.

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Bronzen in Berlin und Brüssel

Stellen Sie sich folgende Szene vor: Ein Besucher steht in einem eleganten europäischen Museum vor einer gläsernen Vitrine mit afrikanischen Artefakten. Er fragt die Kuratorin scheinbar harmlos, woher ein bestimmtes Objekt stammt. Als sie beginnt zu erklären, entgegnet er trocken: „Ich frage nicht von wo – ich frage von wem Sie es haben.“ Im nächsten Moment bricht er das Gespräch ab und nimmt das Ausstellungsstück einfach an sich.

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Der Dönberg – Geschichten aus einem Dorf auf der Höhe

Wer heute über den Dönberg spaziert, durch Wälder, vorbei an Feldern und alten Häusern, ahnt kaum, wie viele Geschichten hier verborgen liegen. Manche sind historisch gut belegt, andere stammen aus der Volksüberlieferung und tragen das, was man im Bergischen gern „Dönekes“ nennt – kleine Anekdoten, die ein Stück Wahrheit mit einer Portion Fantasie mischen. Gemeinsam ergeben sie ein farbiges Bild der Dönberger Vergangenheit.

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Eine Gemeindegeschichte Unterbarmens von den Anfängen bis heute

Beginnen wir ganz am Anfang und stellen uns die einfache Frage: Warum gibt es in Wuppertal eigentlich Oberbarmen, Barmen und Unterbarmen? Fährt man mit dem Zug durch das Tal, passiert man nach Langerfeld zuerst Oberbarmen, dann Barmen und schließlich Unterbarmen. Der Eindruck, es handle sich um drei eigenständige Orte, täuscht jedoch. Ursprünglich gab es nur ein Barmen, das sich in Ober- und Unterbarmen gliederte. Hochbarmen kam erst später als Bezeichnung hinzu.

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Zwischen Kirche und Friedhof: Die Geschichte der Verlobungsstraße in Wupperfeld

Wenn man durch die schachbrettartig angelegten Straßen von Wuppertal-Wupperfeld spaziert, fällt die Sternstraße kaum auf. Und doch verbirgt sich hinter diesem Namen eine bemerkenswerte Geschichte, die viel erzählt über städtische Planung, religiöse Lebenswelten und eine symbolisch aufgeladene Alltagskultur im 19. Jahrhundert.

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