Herodot und die Perser

  1. Einleitung

Im Fokus dieses Texts stehen die Auseinandersetzungen zwischen Griechen und Persern bei Herodot. Die Perserkriege als Ereignis zwischen Griechen und Nichtgriechen, die den Kernpunkt seiner Historien bilden, fanden in der Geschichtsforschung immer wieder Resonanzen eines heroischen Verdienstes der Griechen in Bezug auf die Bewahrung der westlichen Kultur, die es vor militärischen Übergriffen maßgeblich asiatischer, teils auch südosteuropäischer Völker unter der Hegemonie persischer Machthaber zu schützen galt. Herodots Erläuterungen zu den Perserkriegen, die für den weiteren Verlauf der griechischen Geschichte von entscheidender Bedeutung waren, sind als ethnographisches, aber auch als kriegerisch-politisches und historisches Traktat dieser Ereignisse und ihrer Folgen zu verstehen.

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Handel, Mission und Straßennamen – Koloniale Spuren im Wuppertal

I. Einleitung: Das Wuppertal und das Andere

Der Soziologe und Politikwissenschaftler Aladin El-Mafaalani beschreibt in seinem Buch Das Integrationsparadox eine mit gelungener Integration von Migranten entstehende Realität. Gerade weil die Integration gelingt, kommt es zu Ablehnungen ihnen gegenüber. Weil die integrierten Migranten Teil der Gesellschaft sind, entstehen auf ihrer Seite Ansprüche gegenüber dem etablierten Teil, was dazu führt, dass bei diesem Ressentiments gegenüber den gut integrierten Migranten entstehen oder ausgebaut werden.1

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Trump weg, Biden da!

Trump weg, Biden da!
Alles wird jetzt wunderbar.
Endlich wird der rechte Mann,
einer der nicht twittern kann,
das weiße Haus vom Dreck
befreien. Die 45 ist jetzt weg.
Die 46 wird es richten,
allen Ärger wird sie schlichten.
Der Mann wird die Staaten einen,
und niemals wird er, wirklich keinen,
Mist bauen wie der Mann davor.
Der Biden ist kein blöder Tor.
 
Jetzt endlich wird der Präsident
Sich äußern, wie man’s richtig kennt.
Kein Kleinkind hinterm Mikrofon,
ein Staatsmann mit gerechtem Ton.
Keine Drohnen wird er senden,
um Feiern in Nahost zu enden.
Niemals wird er Familien trennen,
um Grenzen besser zu erkennen.
Kein Schwarzer wird mehr umgebracht,
von Polizisten in der Nacht.
Die Armut im Land wird vergehen,
Keiner wird mehr Reiche sehen.
 
Die Rechten werden jetzt divers
Und feiern in den Schwulenbars.
Die Waffenlobby löst sich auf,
wirft alle Colts auf einen Hauf.
Verscharren wird der KK-Clan
Kutten aus weißem Elastan.
Frauen entscheiden nun
Was mit dem Körper ist zu tun,
wenn das Baby nicht gewollt,
dann wird es ungestört geholt.
Und Christen evangelikal,
bejubeln diese muti’ge Wahl.
 
Konzerne werden nun zerschlagen,
Wahlkampf werden viel mehr wagen.
Das Kapitol wird richtig bunt,
Jeder spricht mit offenem Mund.
Die Tec-Konzerne werden besser,
beschneiden Hate Speech mit dem Messer.
Und so wird alles Böse weichen,
God’s own country wird erreichen,
was keiner sonst je hat geschafft:
Der Streit, der Krieg wird abgeschafft!
Denn alles wird jetzt wunderbar.
Biden ist Chef von ‘Merica!   
  

ALLES KONSTRUKTION? DAS ZEITALTER DER POSTMODERNE

Als Historiker begibt man sich damit auf ein gefährliches Terrain, denn diese Postmoderne ist ein sehr seltsames Gebilde. Sie kennen diese wohl, sonst wären Sie kaum hier, doch so richtig fassbar ist dieses Ding nicht. Es fällt sogar schwer zu sagen, ob es sich um eine Epoche, eine Bewegung, eine Geisteshaltung oder was auch immer handelt.

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Warum jetzt alles besser wird

Seit gestern Abend steht es fest. Joe Biden wird der neue Präsident. Donald Trump, der in den nächsten Monaten einsehen muss, dass er verloren hat, mag noch so sehr an Wahlbetrug glauben, eine Auswertung der Statistik in Wisconsin und Michigan zeigt, dass das sehr unwahrscheinlich ist. Tatsächlich hat Trump auch in diesen Staaten mehr Stimmen geholt als 2016. Allein: Die Mobilisierung der Stimmen für Biden war höher.

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Helden und Schurken – (Post-)Heroismus von der Antike bis heute

Wer schon einmal davon gehört hat, dass es so etwas wie ComicCons gibt, also Veranstaltungen, in denen es um Figuren geht, die man aus Fernsehen, Film und Comic kennt, der wird sich mit Verwunderung die Augen darüber reiben, einen Text zu lesen, in dem es, um das Phänomen des Postheroischen gibt. Dort laufen Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Erwachsen, die jung geblieben sind, in Kostümen herum, um ihren Helden nahe zu sein. Es wimmelt dort von Super-, Fledermausmännern und auch immer mehr von Batgirls, Wonder Women und anderen Figuren.

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Drachen, Monster und sagenhafte Könige. Das Mittelalter als Zeitalter des Postfaktischen

Seit der Wahl Donald Trumps ist klar: Wir leben im postfaktischen Zeitalter, in dem mit alternativen Fakten gearbeitet wird. Gleichzeitig lernen wir, dass es Narrative gibt, die den öffentlichen Diskurs genauso bestimmen wie fachliche, etwa in den Wirtschaftswissenschaften oder an der Börse. Ein Narrativ ist eine Interpretation von Fakten. Je nachdem wie man diese präsentiert, kann man ganz andere Geschichten erzählen. Weil aber solche Geschichten das menschliche Bewusstsein prägen, kann man, wenn man weiß, wie man eine Geschichte erzählen muss, um eine gewisse Prägung zu erhalten, die Fakten so darlegen und interpretieren, dass sie richtig geframet werden. Oder kurz: Im postfaktischen Zeitalter framen wir mit alternativen Fakten Narrative zwecks Manipulation der Mehrheit.

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Bio, Öko und das Klima – Die Ästhetik der politischen Ökologie

Seit jeher schlagen zwei (wenn nicht mehr) Herzen in der Brust der Menschen. Auf der einen Seite ist dort der Wunsch nach Veränderung, zum anderen der Wunsch nach Beständigkeit. Der eine will wissen, was jenseits der Grenzen seines Heimatortes liegt, die andere sehnt sich nach der Bekanntheit des eigenen Zuhauses. Jene sieht die aktuelle Situation und möchte sie verändern, jener sieht die selbe Situation und wünscht, alles soll so bleiben, wie es ist.

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Lesung: Wuppertal – die geteilte Stadt im Spätmittelalter

Ich lese aus meinem Buch „Im Wupperthal vor Wupperal“. Das Video ist ein unzureichender Ersatz für zwei Veranstaltungen, die am Freitag, den 24. April, und am Mittwoch, den 29 April 2020, hätten stattfinden sollen.

Viel Vergnügen mit der Übertragung aus meinem Arbeitszimmer.