Wuppertaler Stadtgeschichte

Vortag: Für Geld – Die Kaufleute und Amerika

22. Februar 2024 , 19:00 Uhr, VHS, Auer Schulstraße 20; Raum B220

Kaufleute aus dem Wuppertal knüpften im 18. Jahrhundert zahlreiche Kontakte mit England, die sie im frühen 19. Jahrhundert ausbauten. Ein Höhepunkt dieser Entwicklung war sicherlich die Gründung der Rheinisch-Westindischen Kompanie 1822 und ihrer Tochterorganisation, des Deutsch-Amerikanischen Bergwerkvereins.
Im Vortrag wird diesem spannenden Kapitel Wuppertaler Wirtschaftsgeschichte nachgegangen.


Vortrag im Rahmen der Offenen Abende: Goethe bei den „fatalen Exemplaren“

7. März 2024: 19:30 Uhr, Johanniskirche, Altenberger Str. 25

Als Johann Wolfgang Goethe, damals noch ohne „von“ im Frühjahr 1744 seinen Werther beendet hatte, machte der 25jährige Autor zusammen mit guten Bekannten eine Rheinfahrt und landete dabei auch mehr oder weniger freiwillig in Elberfeld. Größer hätte die Diskrepanz kaum sein können. Der junge aufstrebende Autor, dessen Durchbruch kurz bevor stand, landete in einer Region, die mit Kunst und Literatur wenig anzufangen wusste. Berühmt waren ihre Prediger und Laientheologen, deren berühmtester Immanuel Kant vorgeworfen hatte, eine Moral der Teufel zu vertreten. 

Goethe kam dennoch und hinterließ einen bleibenden Eindruck – so zumindest die Legende, die will, dass er der Initiator der Lesegesellschaft zu Elberfeld wurde. 

Der Vortrag zeigt das Leben im Wuppertal des 18. Jahrhunderts auf, blickt auf Goethes Besuch vor 250 Jahren zurück und zeigt, wo es in Wuppertal Goethe-Häuser geben könnte, wenn nicht … ja, was eigentlich? Was der Goethe-Besuch heute noch für unsere Heimatstadt bedeuten kann, soll auch nicht außen vor bleiben.  

Vortrag: Für Gott – Die Rheinische Missionsgesellschaft und der Wuppertaler Pietismus

14. März 2024, 19:00 Uhr, VHS, Auer Schulstraße 20; Raum B220

In diesem Vortrag soll es darum gehen, wie die gläubigen Wuppertaler im 18. und 19. Jahrhundert begannen, den christlichen Glauben in alle Welt zu verbreiten. Dabei gehen wir der Frage nach, warum es eigentlich ein Wupperthal in Südafrika gibt und warum die Vereinte Evangelische Mission in Unterbarmen steht, aber in Wichlinghausen gegründet wurde. Zudem soll gefragt werden, warum der Leitende Inspektor der Rheinischen Mission zum Vater des deutschen Kolonialismus wurde.


Historischer Salon: Weit über Wuppertal hinaus. Wuppertaler Globalgeschichte

21. März 2024, 19:00 Uhr, VHS, Auer Schulstraße 20; Fuhlrott-Foyer

Die Geschichte Wuppertals ist eine Lokalgeschichte? Weit gefehlt! Wuppertals Geschichte ist nicht denkbar ohne die Welt drumherum. Der Historiker und Autor Heiko Schnickmann (Wuppertal. Eine Globalgeschichte) berichtet im Historischen Salon von der globalen Vernetzung der Stadt seit dem Spätmittelalter. Antwerpen, Indonesien, die Karibik, Amerika, Südafrika – Wuppertals Verbindungen reichten weit und die Wuppertaler, ihre Waren und Ideen reisten und arbeiten schon früh in weit entfernten Gegenden. Was sie dort gemacht haben und welche weltweiten Verbindungen Wuppertals Globalgeschichte aufweist, erfahren Sie an diesem Abend.


Führung: Koloniale Spuren in Elberfeld

7. April 2024, 15:00 Uhr, Treffpunkt: Schwebebahnstation Döppersberg

5,00 € Bitte bezahlen Sie die Teilnahmegebühr bei der Kursleitung vor Ort

Kolonialgeschichte hatte auch Einfluss auf regionale Akteure. Am Beispiel des Wuppertals
kann man diesen Einfluss an verschiedenen Beispielen aufzeigen. So hatte die Rheinisch-
Westindische Kompagnie ihren Sitz am Mäuerchen, im Rex-Kino wurden Völkerschauen
gezeigt und auch der Ingenieur der Schwebebahn, Eugen Lange, hatte ein großes Interesse am Kolonialismus.


Führung: Eine Planstadt für Barmen – Wupperfelder Häuser und Bürger

5. Mai 2024, 15:00 Uhr, Treffpunkt: Pfälzer Steg, Berliner Straße, Bestattungen Neusel

5,00 € Bitte bezahlen Sie die Teilnahmegebühr bei der Kursleitung vor Ort

Wupperfeld liegt im Schatten Oberbarmens, war aber mal ein florierendes Zentrum vom Pfälzer Steg bis nach Rittershausen. Hier wurde Sozial- und Industriegeschichte geschrieben. Kunst und Kultur waren Anfang des 19. Jahrhunderts genauso zu Hause wie strenge Pietisten. Die Industrialisierung schuf eindrucksvolle Gebäude wie die Immanuelskirche oder die Wohnhäuser in den anliegenden Straßen.

Wupperfeld lohnt. Wir wollen es gemeinsam erkunden.


Führung: Auf Goethes Spuren durch Elberfeld: Zum 250jährigen Jubiläum des Goethebesuchs 1774

21. Juli 2024, 15:00 Uhr, Treffpunkt: Schwebebahnstation Döppersberg

5,00 € Bitte bezahlen Sie die Teilnahmegebühr bei der Kursleitung vor Ort

Goethe war fast überall – auch in Wuppertal. Aber keine Gedenkplakate an Häusern erinnert an seinen Besuch 1774. Der Rundgang möchte Goethe-Orte in der Elberfelder Innenstadt aufsuchen und den Besuch des Schriftstellers in die Mentalität des Elberfelds des 18. Jahrhunderts einordnen.


Führung: Als Barmen expandierte – Nächstebreck erkunden

15. September 2024, 15:00 Uhr, Treffpunkt: Hottensteiner Kirche, Wittener Str. 148

5,00 € Bitte bezahlen Sie die Teilnahmegebühr bei der Kursleitung vor Ort

Nächstebreck und Wichlinghausen sind Nachbarn an der Grenze zwischen Rheinland und Westfalen, zwischen Berg und Mark. Das hinterließ Spuren in der Bevölkerungsstruktur und in der Geschichte des Stadtteils, die bis heute nachwirken. Trotz seiner ländlichen Lage, spielt auch die Industrialisierung für Nächstebreck eine entscheidende Rolle, der in der Führung nachgegangen werden soll.

Führung: Koloniale Spuren in Barmen

29. September 2024: 15.00 Uhr, Treffpunkt: Unterbarmer Hauptkirche

5,00 € Bitte bezahlen Sie die Teilnahmegebühr bei der Kursleitung vor Ort

Kolonialgeschichte betrifft nicht nur die Weltgeschichte, sondern hatte auch Einfluss auf regionale Akteure. Am Beispiel des Wuppertals kann man diesen Einfluss an verschiedenen Beispielen aufzeigen. Warum sitzt die Vereinte Evangelische Mission in Unterbarmen? Was hat Vorwerk mit Amerika zu tun? Und was ist eigentlich das Problem an Otto von Bismarck? Diese und andere Fragen wollen wir in einer Tour erkunden.