Wuppertaler Stadtgeschichte

Vortrag: Mittwoch, 12. Februar 2020, 19.00 Uhr, Evangelische Kirchengemeinde Wichlinghausen-Nächstebreck, Erlöserkirche, Stahlstr. 9: ElkE Brychta: Helene Weber (1881-1962) – eine Frau der „ersten Stunde“

Die aus der Elberfelder Südstadt stammende einflussreiche Parlamentarierin gehört zu den bedeutendsten Frauenpersönlichkeiten Wuppertals und wurde mit hohen Auszeichnungen geehrt. Wer war diese Frau? Der Bildvortrag mit der Historikerin Elke Brychta gibt Einblicke in das Leben und Wirken der katholischen Frauenrechtlerin, Netzwerkerin und einer der vier „Mütter“ des Grundgesetzes.

Vortrag: Freitag, 17. April 2020, 19.00 Uhr, Obendiek-Saal im Zentrum Immanuel, Normannenstr. 24: Dieter Klein: Ein Elberfelder in der Südsee. MArtin Voigt als Postagent, fotograf und Kunstsammler in Deutsch-Neuguinea 1902 bis 1906

Martin Voigt (1878 – 1952) kam nach Deutsch-Neuguinea im Jahre 1902 als Kaiserlicher Postagent.
In dieser Eigenschaft sorgte er erstmals dafür, dass einheimische Melanesier im Postdienst eingestellt wurden. Dies ermöglichte ihm, einen besonders engen Kontakt zu seinen Untergebenen herzustellen. Von ihnen sprach er stets positiv.
Als Leiter des Postdienstes kam er in die unterschiedlichsten Gegenden der Südsee-Kolonie. So hatte er u.a. Kontakt zu Missionar Wilhelm Diehl von der Rheinischen Mission aus Barmen, der neben seiner missionarischen Tätigkeit auch eine Poststation führte. Als engagierter Fotograf dokumentierte Voigt das deutsche koloniale Leben seiner Wirkungskreise in der Hauptstadt und den Provinzen. Aber er hielt im Bilde ebenso die Sitten und Bräuche der verschiedensten Ureinwohner Neuguineas fest.
Martin Voigt schrieb ständig an seinen Bruder und seine Mutter, die ab 1903 in Wuppertal Elberfeld wohnten. Mit seinen schriftlichen Mitteilungen gibt er einen spannenden Einblick in die kolonialen Verhältnisse. Nach Elberfeld kehrte er zunächst zurück, als er nach wiederholten schweren Malariaanfällen die Südsee verlassen musste.
Der Referent Dieter Klein hat den erhaltenen Nachlass erworben, ausgewertet und stellt uns in seinem Vortrag diese seltenen Dokumente vor.

VORTRAG, MITTWOCH, 29. APRIL, 15.30 UHR, SENIORENRESIDENZ AM LAURENTIUSPLATZ, AUER SCHULSTRASSE 12: DIE GETEILTE STADT – DAS WUPPERTAL IM SPÄTMITTELALTER

Vor über 600 Jahren gab es zwar ein Wuppertal, aber es war alles andere als eine politische Einheit. Das gesamte Stadtgebiet war zwischen zwei Herrschern und ihren Verwaltungsbezirken aufgeteilt. Wie funktionierte eine solche spätmittelalterliche Verwaltungsstruktur und was bedeutete sie für die Bewohner des Tales der Wupper? Diese und andere Fragen werden im Vortrag beantwortet werden.

FÜHRUNG, SAMSTAG, 16. MAI, 15.00 UHR, TREFFPUNKT: bLEICHERBRUNNEN AM WUPPERFELDER MARKT: VON DEN BLEICHERN ZU BÜNGER – OBERBARMER WIRTSCHAFTSGESCHICHTE

Oberbarmen war im 18. Jahrhundert die reichste Region im Kirchspiel Schwelm. Mit dem Geld kam der Wunsch nach Eigenständigkeit. Damals wurden die Grundlagen für die bedeutenden Firmen des 19. Jahrhunderts gelegt. Damit einher gingen gesellschaftliche Veränderungen, die wir uns bei der Führung anhand von Gebäuden und Denkmälern ansehen wollen. 

Führung, Sonntag, 13. September, 15.00 Uhr, Treffpunkt: Gottesbrünnlein in der Tütersburg: Mit Dr. Collenbusch auf den Spuren des Pietismus durch WIchlinghausen

Dr. med. Samuel Collenbusch ist eine der bedeutendsten Pietisten des 18. Jahrhunderts. Als engagierter Laie entwickelte er seine ganz eigene protestantische Theologie. und beeinflusste seine Heimatgemeinde Wichlinghausen genauso, wie diese ihn in jungen Jahren beeinflusste. Pietistische Gedanken vom Leben und Glauben prägten das Wichlinghausen des 18. Jahrhunderts. Begleiten Sie Dr. Collenbusch auf einem Rundgang durch seine Zeit. Eine Veranstaltung zum Tag des Offenen Denkmals, präsentiert von Wir in Wichlinghausen in Kooperation mit dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz.

Vortrag: Mittwoch, 11. November 2020, 15.30 Uhr: Die Schweden kommen – Wuppertal im 30jährigen Krieg, Seniorenresidenz am Laurentiusplatz, Auer Schulstr. 12

Der 30jährige Krieg war die längste kriegerische Auseinandersetzung, die jemals auf deutschem Boden stattgefunden hat. Auch wenn sich die großen Schlachten eher in Mitteldeutschland zutrugen, gab es doch keine Region, die von den Auswirkungen nicht beeinflusst worden wäre. Der Transport der Truppen beeinträchtigte die regionale Politik, den Handel und nicht zuletzt das Leben der Menschen vor Ort. Einige gingen freiwillig in den Krieg, andere waren gezwungen. Ihre Häuser und Höfe waren zerstört, Lebensweisen wurden radikal verändert.